Startseite » Feenbarsch – Prinzessin von Burundi
Fische

Feenbarsch – Prinzessin von Burundi

Feenbarsche – alles was man wissen muss

Die Heimat der Feenbarsche, insbesondere der Prinzessin von Burundi ist der Tanganjikasee, dem zweitgrößten See in Afrika. Es sind sehr edle Fische, die ihren Namen Prinzessin wegen ihrer Schönheit zu Recht tragen. Wie sie aussehen, sich verhalten und paaren und wie man sie im heimischen Aquarium pflegt, kann man in diesem Ratgeber erfahren. Hier gibt es alle wichtigen Informationen, Fakten und Tipps zum Feenbarsch in der Aquaristik, um sich die schöne Prinzessin von Burundi nach Hause zu holen.

„Neolamprologus brichardi“

Aussehen des Feenbarschs

Die Größe des Barschs kann bis zu 10 cm betragen. Dabei hat er ein sehr edles, seidiges Aussehen. Besonders auffallend ist der gelbliche Fleck am Kiemendeckel. Er schließt sich einem Strich vom Augenrand beginnend an. Der Strich fällt durch seinen bläulich dunklen Farbkontrast auf den sonst gräulich, grün oder bräunlich-beige schimmernden Farbton des Fisches in Auge.

Neolamprologus brichardi young
Neolamprologus brichardi – Author: Pmalkowski – http://www.akwarium.net.pl – Wikipedia
Er hat eine durchschnittliche recht lange Lebenserwartung von 9 bis 10 Jahren.

Wie kann man Männchen von Weibchen unterscheiden?

Weibchen und Männchen lassen sich, für den unerfahrenen Betrachter eventuell schwer unterscheiden. Doch ein Blick auf die Länge der Flossen als Erkennungsmerkmal kann hier recht schnell Aufschluss geben.

Die Männchen haben eine stärker ausgeprägte Rückenflosse. Die Schwanzflosse ist länger und spitzer geformt. Während der Fortpflanzungszeit kann man die Geschlechter, an Hand der Genitalpapillen unterscheiden.

Steckbrief

  • Familie: Feenbarsche
  • Neolamprologus brichardi
  • Ursprung: Ostafrika, Tanganjikasee
  • Größe: bis 10 cm
  • Alter: bis 9 Jahre
  • Höhlenbrüter
  • Zucht möglich, bis zu 200 Eier bei einem Wurf
  • Lebt als festes Paar

Lebensraum

Der Feenbarsch (Neolamprologus bricardi), lebt in seinem natürlichen Territorium, zwischen Felsspalten und steinigen Geröllformationen. Das Vorkommen bezieht sich auf die Region der tropischen Atlantikküste, sowie der Norden des Tanganjikasees in Burundi, wodurch dem Barsch der Beinamen „Prinzessin von Burundi“ gegeben wurde.

Spricht man vom „Neolamprologus bricardi“, ist auch der Gabelschwanzbuntbarsch gemeint. Die Höhlenbrüter halten sich in großen Schwärmen auf und sind bekannt, für ihr ausgeprägtes Sozialverhalten innerhalb des Familienverbands. Das Elternpaar hat die Position der Führung, Nachwuchssicherung, Brutpflege und Verteidigung zur Aufgabe.

Sozialverhalten

Der Nachwuchs ist bereits ab dem 40. Lebenstag in die Pflichten des Helfersystems integriert und übernimmt wichtige Teilbereiche der Brutpflege. Die Feenbarsche haben sich im Laufe der Evolution, an ein komplexes Helfersystem angepasst, von dem alle Familienmitglieder profitieren. Jeder hilft mit und sichert sich somit einen Platz, innerhalb der Gruppe. Das Gruppenverhalten und der Zusammenhalt, bringt für jeden Einzelnen Vorteile mit sich.

Die Verteidigung gegenüber Bruträubern und Fressfeinden steht an oberster Stelle, wobei die Position jeden einzelnen Fisches von Faktoren wie, Körpergröße, Alter und Geschlecht abhängig ist. Der Schwarm lebt standortbezogen und schwärmt nicht umher, das Revier wird in der Regel verteidigt und nicht verlassen. Die Feenbarsche halten sich, vorzugsweise am Grund des Gewässers, in 5 bis 15m Tiefe auf.

Im Aquarium zu Hause – optimale Haltungsbedingungen für den Feenbarsch

Die Fischart ist einfach zu halten und hat kein Interesse an einer üppigen Begrünung. Es genügen einige wenige Pflanzen, denn diese Art ist bevorzugt in felsigen Gegenden beheimatet.

Die Felsdekoration sollte standsicher platziert werden, wichtig ist es dabei, auf genügend Versteckmöglichkeiten zu achten. Für einen perfekt nachgebildeten Lebensraum benötigt der Fisch, helle Untergründe. Hier bietet sich Kies oder Sand als Aquarium Bodengrund an.

Der Feenbarsch lebt in wärmeren Gewässern. Das Aquarium zu Hause muss diese Umweltbedingungen nachstellen.

Bedingungen für ein Aquarium für den Feenbarsch

  • Es sollte mit einer durchschnittlichen Wassertemperatur von 24 – 26° C ausgestattet sein.
  • Der PH-Wert sollte mittelhart bis hart zwischen 7,5 – 8,5  liegen-
  • Der GH-Wert sollte 10 bis 20° dGH nicht überschreiten.
  • Hinweise zum Aquarium kaufen: Die Größe des Aquariums sollte mit der Schwarmgröße harmonieren. Wird ein kleiner Schwarm gehalten, ohne weitere Fischarten, sollte es ein Aquarium von 100 cm Kantenlänge sein. Das Beckenvolumen sollte mindestens 150 l betragen. Bei größeren Fischvorkommen und bei Haltung mit anderen Barscharten, muss dringend ein größeres Modell angeschafft werden, damit keine Revierkämpfe ausgetragen werden.
  • Ein Gesellschaftsbecken ist möglich
  • Mit Garnelen dürfen sie nicht zusammen gehalten werden.
  • Kies, Sand und viele Versteckmöglichkeiten
  • Fütterung: Lebendfutter, Frostfutter, Trockenfutter

Fütterung

Der Feenbarsch ernährt sich am Liebsten von Krebstieren und wirbellosen Tieren, die er in freier Natur, am aufgewühlten Meeresgrund aufspürt. Als Fischfutter eignet sich Lebendfutter, sowie Flockenfutter. Jungfische können ab dem 10. Lebenstag mit Artemia-Nauplien gefüttert werden.

Feenbarsche nachzüchten – Fakten und Bedingungen für eine behagliche Kinderstube

Die Fische sind Höhlenbrüter und leben in einer festen Partnerschaft. Der Feenbarsch legt seien Eier vorzugsweise in Felsspalten und Höhlen. Das Weibchen kann 100 und mehr Eier abgeben. Nach der Befruchtung schlüpfen die Larven nach etwa 3 Tagen. Der ältere Nachwuchs kümmert sich im Helfersystem, um die Neugeborenen Geschwister und verteidigen es im Notfall vor Bruträubern und Fressfeinden. Die Nachzucht ist relativ einfach zu handhaben, wichtig ist es, den Fischen den natürlichen Lebensraum nachzubilden.

Die Felsformationen reichen im Idealfall bis an den Grund des Aquariums, da sich diese Fischart vermehrt am Boden aufhält, um nach Nahrung zu suchen. Zudem muss bei vermehrtem Nachwuchs, die Größe des Aquariums angepasst werden, damit genügend Bewegungsfreiheit und Rückzugsmöglichkeit gegeben ist.

Vergesellschaftung mit anderen Fischarten

Der Feenbarsch kann mit anderen Arten vergesellschaftet werden, wenn das Becken in einer ausreichenden Größe bereitgestellt wird. Missachtet der Halter die Anweisungen, drohen schwere Revierkämpfe unter den einzelnen Arten, um den wenigen Platz für die eigene Gruppe sicherzustellen. Diese Art kann mit anderen Buntbarschen zusammen gehalten werden, zudem mit Tropheus-, Julidochromis- oder kleineren Neolamprologus-Arten.

Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Neolamprologus_brichardi

 

Redaktionsteam

Heimaquaristik

Bald ist das Aquarium sauber

„Für einen Clownfisch ist er nicht besonders komisch.“

*Affiliate Links

Zur Finanzierung unseres Ratgebers verwenden wir *Affiliate Links (Werbelinks). Beim Kauf gibt es dadurch für uns eine kleine Provision, ohne zusätzliche Kosten für Dich.

Scroll Up